Produktstand · geprüft am 01.11.2026

Kataloge importieren und bewusst fortschreiben.

Eine Anforderung soll nicht nur lesbar sein. Es muss auch erkennbar bleiben, woher sie kommt, für welches Objekt sie gilt und was ein neuer Katalogstand verändert.

  • Arbeitsweise: welches Problem die Funktion löst und wie der Ablauf zusammenhängt
  • Produktstand: was heute in der Pre-Alpha vorhanden ist und wo ihre Grenzen liegen

Vom OSCAL-Katalog zum Anforderungspaket.

  1. ImportierenDer Grundschutz++-Katalog und weitere OSCAL-Kataloge werden mit Quelle und Version eingelesen; ein Profil kann die Auswahl und Parameter beeinflussen.
  2. Blaupause auswählenEine Blaupause hält die Auswahl, Ergänzungen, begründete Ausschlüsse und Parameter für einen Kontext zusammen.
  3. Objekte zuordnenAssets werden Zielobjektkategorien zugeordnet. Daraus und aus den verbundweiten Anforderungen entsteht das Anforderungspaket (BSI-Standard 300-1, Kapitel 3.4).
  4. Neuen Stand vergleichenVor dem Wechsel zeigt die Anwendung neue, geänderte und entfallene Anforderungen sowie Änderungen an Parametern.
  5. Bewusst übernehmenDer Wechsel wird begründet und freigegeben. Betroffene Einträge werden anschließend zur Neubewertung angezeigt.

Was dabei erhalten bleibt.

Herkunft

Katalogstand und Auswahl bleiben an der Anforderung nachvollziehbar – auch wenn mehrere Kataloge genutzt werden.

Vererbung

Die Anwendung berechnet die Vererbung entlang der Zielobjektkategorien. Die Zuordnung eines Assets treffen und begründen Menschen.

Wiederverwendung

Blaupausen und Vorlagen helfen, wiederkehrende Auswahlen und Strukturen für weitere Informationsverbünde zu nutzen.

Katalogstände vergleichen und migrieren.

Versionen einer Katalogfamilie

Neue Stände werden als eigene Versionen mit Herkunft geführt. Bestehende Informationsverbünde wechseln nicht unbemerkt auf einen neuen Katalog.

Vorher sehen, was sich ändert

Der Vergleich zeigt neue, geänderte und entfallene Anforderungen sowie Änderungen an Parametern. So lässt sich der Umfang der Folgearbeit vor der Übernahme einschätzen.

Mit Entscheidung übernehmen

Die Migration erfolgt bewusst und mit Freigabe. Betroffene Anforderungen werden zur erneuten Bewertung gestellt; ein alter Erfüllungsstand belegt nicht automatisch den neuen Text.

Parameter machen Anforderungen konkret.

Der Anwenderkatalog beschreibt Anforderungen strukturiert in OSCAL. Manche enthalten Platzhalter, deren Werte für den jeweiligen Kontext festgelegt werden müssen.

Vom Katalog zum konkreten Wert

Katalog, Profil und Blaupause können Werte vorgeben. Noch offene Parameterwerte werden im Informationsverbund ergänzt; die Herkunft des jeweils geltenden Werts bleibt nachvollziehbar.

Unvollständiges erkennen

Die Übersicht zeigt festgelegte und offene Parameter. So bleibt sichtbar, wo eine Anforderung noch nicht vollständig konkretisiert ist.

Änderungen prüfen

Ändern sich Parameter mit einem neuen Katalogstand oder einer Auswahl, gehören sie zum Vergleich und zur fachlichen Neubewertung.

Aus der Pre-Alpha

Eine Blaupause mit Herkunft.

Die Übersicht zeigt, welche Anforderungen aus den Katalogen gelten, welche begründet ausgeschlossen oder ergänzt wurden und welche Parameter festgelegt sind.

Im Beispiel ist eine freigegebene Blaupause mit zwei Katalogen und Demodaten zu sehen.

BlueProceedings ISMS · Pre-Alpha
Erste Hälfte der Übersicht der Blaupause „Kommunalverwaltung: gesamte IT in einem Informationsverbund“, Version 2, freigegeben, mit Knopf zum Exportieren. Unter dem Titel stehen, wer die Blaupause angelegt, wer die Version eingereicht und wer sie freigegeben hat, jeweils mit Rolle und Zeitpunkt. Die Kernzahl nennt 1.001 geltende Anforderungen aus zwei Katalogen, davon 40 ausgeschlossen, 2 zusätzlich aufgenommen und 7 in der Stufe angepasst. Darunter die Herleitung von 1.043 Anforderungen im Katalogumfang bis 1.001, die Verteilung nach MUSS, SOLLTE und KANN sowie Balken je Praktik und je Zielobjektkategorie.
Fiktive Demo-Daten aus der Pre-Alpha
BlueProceedings ISMS · Pre-Alpha
Zweite Hälfte der Übersicht der Blaupause: die begründeten Ausschlüsse, die Ergänzungen und die in der Stufe angepassten Anforderungen, 35 festgelegte von 217 Parametern, die beiden zugrunde liegenden Kataloge, die Gruppen von Anforderungen für den schnellen Einstieg und die Versionen mit Freigabedatum.
Fiktive Demo-Daten aus der Pre-Alpha

Darüber hinaus.

Auswirkung eines Katalogwechsels

Eine eigene Seite zeigt vor dem Wechsel je Informationsverbund den Status vorher und nachher, die Art der Änderung mit Wortvergleich, entstehende Lücken, den geschätzten Aufwand und die Aufgaben, die folgen (BSI-Standard 300-1, Kapitel 5.5: Anpassungen an der Stand-der-Technik-Bibliothek).

Eine Seite je Anforderung

Gliederung, Status je Objekt, Risikokandidaten und Verlauf einer Anforderung an einem Ort, verlinkt aus der Liste und dem Seitenfenster.

Kataloge für Compliance-Verpflichtungen

Jede Compliance-Verpflichtung kann ihren eigenen Katalog haben, etwa einen Datenschutz-Anforderungskatalog oder einen Mindeststandard. Ein Katalog, zu dem nur Kennungen und Titel vorliegen, lässt sich ebenfalls führen. Zur Compliance.

OSCAL auch von Dienstleistern

Die Risikoerklärung eines Dienstleisters kann als OSCAL-Dokument (POA&M oder Assessment Results) eingelesen werden; was sich nicht abbilden lässt, steht als Hinweis in der Vorschau. Zur Dienstleistersteuerung.

Fragen zur OSCAL-Katalogverwaltung.

Welche OSCAL-Modelle liest BlueProceedings ISMS ein?

Kataloge und Profile, darunter den Grundschutz++-Anwenderkatalog des BSI, sowie für Risikoerklärungen von Dienstleistern Plan of Action and Milestones und Assessment Results. Ausgegeben werden unter anderem Katalog, Profil, Component Definition, System Security Plan, Assessment Plan, Assessment Results und POA&M.

Was passiert mit dem Erfüllungsstand, wenn ein neuer Katalogstand erscheint?

Nichts still. Jeder Informationsverbund bleibt auf seinem Katalogstand, bis der Wechsel begründet und freigegeben ist. Danach werden betroffene Anforderungen zur Neubewertung gestellt; ein alter Erfüllungsstand belegt nicht automatisch den neuen Text.

Kann ich eigene Kataloge verwenden?

Ja, weitere OSCAL-Kataloge lassen sich mit Version und Herkunft einlesen, etwa für Compliance-Verpflichtungen. Eine Blaupause kann mehrere Kataloge kombinieren.

Maschinenlesbar heißt nicht umgesetzt.

Ein Import oder Export im OSCAL-Format überträgt strukturierte Informationen. Ob eine Anforderung umgesetzt ist und wirkt, muss fachlich geprüft werden.

Das ist noch nicht alles.

Weitere Funktionen sind bereits umgesetzt: alle Funktionen nach den fünf Prozessschritten, Dienstleister und Lieferkette und was sonst noch in der Pre-Alpha steckt.

Katalogwechsel ohne stille Nebenwirkung.

BlueProceedings ISMS behandelt einen neuen Katalogstand als sichtbare Änderung, nicht als Überschreiben.